T-Mobile und das iPhone

Das ist eine traurige Geschichte. Man stelle sich ein Unternehmen vor, dass vorwiegend deswegen erfolgreich war, weil seine Mutter (Deutsche Telekom) so eine bekannte Marke hat. Kunden waren vorwiegend älter und Geschäftskunden. Man wollte ins junge Sengment. Junge Leute sollten T-Mobile nutzen. Doch die Marke war irgendwie nicht hipp, nicht trendy. Da kam das iPhone gerade Recht. Man hat den viel innovativeren Konkurrenten (Vodafone), der viel besser ankommt bei den jungen Leuten, in einer Bieterschlacht um die Exklusivrechts für das iPhone geschlagen. Teuer war das: Man musste gute Umsätze abgeben an Apple. Unüblich in der Branche. Umso wichtiger, dass das iPhone ein Erfolg wird. Sonst war das alles umsonst und das trendige iPhone mit der Apple Marke färbt nicht auf T-Mobile ab.

Das dümmste was man machen kann ist, es zu so hohen Preisen anzubieten, dass es sich die jungen Leute nicht leisten können / wollen. Das wären dann die Early Adopters, die das iPhone früher als alle anderen nutzen würden und die es verbreiten. Und noch viel schlimmer wäre es, wenn man die Early Adopters dafür bestrafft, dass sie sich das erste iPhone gekauft haben. Zum Beispiel wenn man das zweite iPhone günstiger anbietet, aber die Kunden des ersten iPhone mit so hohen Umstiegspreisen abschreckt umzusteigen. Dann hätte man alles dafür getan, was man tun kann, um den Leute das iPhone unschmackhaft zu machen und den Hass von vielen Technik-Liebhabern auf sich zu ziehen. Herzlichen Glückwunsch T-Mobile, ihr habt euch mal wieder selbst geschlagen und seit dem Image der Deutschen Telekom treu geblieben.

Update: Auch sehr gut bei Tautoko beschrieben!

Doch keine GmbH Reform

Scheinbar sind sich die Herren im Bundestag doch nicht einig über die GmbH Reform. Laut “Der Betrieb” soll das Mindeststammkapital bei 25 000 Euro weiter liegen und eine vereinfachte Gründung wird es dem nach auch nicht geben, das heißt, alles muss weiter alles notariell beurkundet werden. Offen ist, was mit der 1€ GmbH passiert. Ganz ehrlich, wenn das stimmt, wäre das eine Sauerei ohne Ende. Das wäre neben unserem Steuersystem ein weiterer Grund zum Auswandern.

3 Start-Ups die fliegen werden

Ich hab mir mal Gedanken gemacht zu deutschen Start-Ups und habe mir bei deutsche-startups diese A-Z Liste angeschaut. Das Ding ist ganz schön lang und da ist ein Haufen Schrott dabei. Ich habe mir mal meine 3 Lieblings-Companies rausgesucht, die noch recht jung sind, wo ich mir aber sicher bin, dass sie sehr erfolgreich sein werden.

1. DaWanda wurde im Herbst im Herbst 2006 gegründet ist ein Marktplatz für Unikate und handgefertigte Produkte. Individuelle Produkte statt Massenware liegt gerade voll im Trend. Ganz ehrlich, an die Idee hätte ich in der Stunde Null nicht geglaubt. Anyway, nun glaube ich dran. Das Produkt selbst ist viral und kommt gut an. Das Geschäftsmodell ist sehr ähnlich von eBay und damit hat DaWanda ein proof of concept.

2. triphunter ist noch noch sehr jung (Launch im Juni?). Triphunter ist ein Reise-Club und verkauft Reisen ca. 50% günstiger als herkömmliche Anbieter. Ähnlich wie bei brands4friends werden Produkte zeitlich limitiert und in begrenzter Stückzahl angeboten. Vom Marketing auch wie brands4friends: Geschlossen und nur auf Einladung von Freunden. Ist wahrscheinlich auch notwendig, da sonst die großen Reisekonzerne nicht mitmachen würden, wenn man offen Reisen 50% günstiger absetzt. Ich glaube, dass bei so einem großen Preisnachlass die Nachfrage extrem groß ist. Auch hier bin ich mir sicher, dass die Sache fliegen wird.

3. ABSOLVENTA ist ein Job-Portal auf dem Absolventen von Unternehmen rekrutiert werden können. Der Bewerbungsprozess ist zu Gunsten der Bewerber umgedreht worden. Ein Absolvent lädt seinen Lebenslauf einmal hoch und wartet bis sich die Unternehmen bei ihm bewerben. Kommt gut an bei den Absolventen (keiner muss x Bewerbungen schreiben) und kommt auch gut bei den Unternehmen an. Denn diese sparen jede Menge Geld, da der Zugriff auf die Datenbank sie deutlich weniger kostet, als wenn sie ihre Jobangebote selbst promoten und eine Datenbank anlegen. Auch Headhunter sind viel teurer als Absolventa. Win-Win-Situation für beide Seiten bilden die Grundlage für ein geniales Geschäftsmodell. Absolventa bewegt sich im B2B Bereich, was man auch eher selten im Web 2.0 sieht.
Momentan kann noch nicht jeder sich bei Absolventa registrieren. Man benötigt einen Zugangscode. So ein Zufall, dass ich einen habe oder? :-) Wenn man “Norman” auf www.absolventa.de als Code eingebt, dann klappt das mit der Registrierung. Alternativ kann man auch einfach auf www.absolventa.de/invite/Norman klicken.

P.S. Bookya habe ich ausgelassen, da ich ja keine Objektivität wahren kann. :-)

ESB Reutlingen im Ranking auf Platz 1

Ich habe ja schon einmal zu meiner Business School gebloggt. Im Sommer ist immer Ranking Zeit in Deutschland. Wirtschaftswoche, karriere und Handelsblatt ranken die Hochschulen und genauso tut es das Centrum für Hochschule Entwicklung (CHE). In den letzten Monaten ist aus der European School of Business und der School of International Business die neue Super-Business-School ESB Reutlingen entstanden. Wie hat sich das auf die Rankings niedergeschlagen?

Im Zeit Hochschulranking (mit CHE) hat die ESB als einzige BWL Fakultät in ganz Deutschland die volle Punktzahl in allen Kategorien erreicht. Auch im Ranking von Wirtschaftswoche, Handelsblatt und karriere magazin ist die ESB auf Platz 1. Da die ESB Reutlignen ja an der Hochschule Reutlingen eine Fakultät ist und nicht an einer Uni, freut es mich zu lesen, dass die ESB “bis auf Mannheim auch sämtliche Universitäten hinter sich [ließ]“.

Mir persönlich macht das Studieren an der ESB riesen Spaß, weil es so international ist (Hälfte des Studiums im Ausland) und viele internationale Studenten selbst in Reutlingen. Dazu jede Menge Praxiserfahrung (2 Praxissemester). Viele Glückwünsche an alle Verantwortlichen und Beteiligten, dass wir jedes Jahr diese Bestätigung bekommen.

Guy Kawasaki zu Entrepreneurship

Wenn du wissen willst, wie man $100 000 für einen MBA und $25 000 für ein Mission Statement sparen kann, dann zieh dir die Rede von Guy Kawasaki “The Art of the Start” rein. Man lernt jede Menge zu Entrepreneurship und wird gleichzeitig sehr humorvoll unterhalten. Guy ist ein extrem guter Redner. Die 35 Minuten sind es wert. :-)

Meine Lieblingsaussage: “One tip for you who are pitching VCs: Talk about how you make meaning. … But if you start out to solely make money, you will attract the wrong kind of employees. Typically when you say, you are going to make money, you will attract MBAs and consultants. There are no two worse kind of people for start-ups than MBAs and consultants.”

Kamera ab:

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Ich bin Norman (22), Student, Bookya Pusher, und Entre- preneurship begeistert.

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